Eröffnung am Samstag, den 2.9.2006, um 16.00 Uhr
in der Byfanger Str. 91, 45257 Essen



Es werden Arbeiten von
Martina Achenbach, Alexander  Braun, Helmut Dick, Gilbert Geister , Horst Janssen , Jürgen Kierspel, 
Jochen Leyendecker , Iwona Liegmann, Karl-Heinz Mauermann, Frank Niehusmann, Christian Paulsen, 
Matthias Schamp, Dirk Schlichting, Günter Sponheuer und Steff Stagel zu sehen sein.

Um 16.30 spielen Johannes Brackmann, Tenorposaune, 
und Tom König, Tenorsaxophon, einen Trauermarsch.
Um 17.00 Uhr liest Rolf Dennemann einen morbiden Text.

Es wird Streuselkuchen und Kaffee gereicht.

Finissage 
am 16. und 17. September 2006
jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr 
im Rahmen von ›Kunstspur‹

Die Austellung kann vom 3. bis zum 15. September 
nach Vereinbarung besucht werden. Telefon: 0201 - 84 77 9 55

TOD

Eine Ausstellung in einem ehemaligen Bestattungsunternehmen*

mit Arbeiten von
Martina Achenbach, Alexander Braun, Helmut Dick,
Gilbert Geister, Horst Janssen, Jürgen Kierspel, Rudolf Kraft, Jochen Leyendecker, Iwona Liegmann, Karl-Heinz Mauermann, Frank Niehusmann, Christian Paulsen, Matthias Schamp,
Dirk Schlichting, Günter Sponheuer und Stef Stagel.

Teilweise wurden die Arbeiten für die Ausstellung angefertigt,
teilweise sind sie im Besitz der Künstler,

teilweise entstammen sie Sammlungen anderer Personen.
So sind afrikanische Plastiken aus der Sammlung Peter Gutsche zu sehen

sowie Druckgrafik des Kunsthändlers Hans Joachim Jungfleisch.

Der Bestatter Heinz Rüdiger Engels stellte private Fotos zur Verfügung.

Wir bedanken uns auch für Hinweise und Ausstellungsstücke
bei der Europäischen Totentanz-Vereinigung e.V., Düsseldorf, und
dem Museum für Sepulkralkultur, Kassel.

Gezeigt werden auch Gegenstände der Alltagskultur.

Zur Eröffnung spielen Johannes Brackmann, Tenorposaune,
und Tom König, Tenorsaxophon, einen Trauermarsch.
Und Rolf Dennemann liest einen morbiden Text.

Es wird Streuselkuchen und Kaffee gereicht.

* Aber das merkt man nicht.

Man merkt es wirklich nicht, wenn man im Wohnzimmer oder der Küche eines Hauses steht, dessen Charme darin zu liegen scheint, daß es ein 1867 erbautes Bruchsteinhaus ist – ein Haus mit Charakter, auch ein Haus mit Geschichten. Diese sind jedoch unspektakulär, alltäglich. Zunächst als Wohnhaus einer Bauernfamilie erbaut, befanden sich in zeitlicher Folge eine Metzgerei darin, dann ein Bestattungsunternehmen. Als dieses Haus jetzt von einem Bildenden Künstler mit einem skurrilen Sammeltrieb erworben wurde, war dies der Beginn einer Serie von Ausstellungen, die nicht in Galerieräumen gezeigt werden, sondern in den ganz normalen Wohnräumen, im Wohnzimmer, in der Küche, im Keller. Gezeigt werden Bilder und Gegenstände, die eindeutig dem Kunstkontext zuzurechnen sind, neben solchen, die eher den Grenzbereichen der Bildenden Kunst zuzuordnen sind, und solchen, die der Alltagskultur entstammen. Für den Besucher ist die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst, zwischen künstlerischer Arbeit und Wohnungseinrichtung nicht eindeutig bestimmbar.

Positionen der Gegenständlichen Malerei, wie Günter Sponheuers ›Lebenspforte‹, stehen neben der Videodokumentation der Aktion ›Hadestaxi‹ von Helmut Dick, der fotografierte ›Totentanz der Totentänzer‹ von Rudolf Kraft steht neben klassischen Totentanzgrafiken von Horst Janssen, eine Klanginstallation von Frank Niehusmann steht neben afrikanischen Sakralskulpturen – und all diese Arbeiten stehen neben Grabsteinen, Spielzeug-Leichenwagen und einem Musterbuch von Särgen.

›Tod‹ ist das Thema der diesjährigen Ausstellung, deren Atmosphäre nicht zuletzt durch das Bewußtsein der Authentizität des Ortes bestimmt wird. Schließlich sind auch private Original-Photos des früher hier ansässigen Bestatters zu sehen.