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Carola Schneider In einem der Büroräume hat Karl-Heinz Mauermann eine kinetische Arbeit installiert, die den Raum in ein Aquarium ohne Wasser verwandelt und ihn schlichtweg unbenutzbar macht: 10 Goldfische unterschiedlicher Größe hängen an dicken Nylonfäden, die über Umlenkrollen an der Decke mit Motoren verbunden sind. Über eine Pleuelstange werden die Fäden in eine Auf- und Abwärtsbewegung versetzt, so dass die Fische gehoben und gesenkt werden. Illusionistische Effekte sind jedoch nicht die Intention des Künstlers: Die Bewegung der Fische ist unnatürlich und mechanisch, die Motoren, die Zeitschaltuhren sowie die technische Apparatur sind offen sichtbar, wie auch die Strukturen in einem Unternehmen für Insider nach kurzer Zeit durchschaubar werden. Obwohl die Fische aus unterschiedlichen Materialien (Holz, Styropor und Plastik) bestehen, werden sie durch den einheitlichen Goldlack zugleich veredelt und uniformiert. Die marionetten-hafte Aufhängung nimmt den Fischen die Möglichkeit einer natürlichen Bewegung. Jegliche Ähnlichkeiten mit real existierenden Strukturen sind nicht ausgeschlossen. Frei nach Adorno wird darüber gelacht, dass es nichts zu lachen gibt. |
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